Zeit, Platz am Tisch
des Rechts zu nehmen

MIJUS steht für Migrantische Jura-Studierende. Der Verband der Migrantischen Jura-Studierenden wurde im April 2026 in Hamburg von acht Studierenden gegründet, die ihre Erfahrungen nicht länger jede und jeder für sich machen wollten.

Gemeinnützig. Unabhängig. Von Studierenden für Studierende.

Warum braucht es
Mijus?

Nicht alle starten unter denselben Bedingungen in das Jurastudium. Migrationsgeschichte, soziale Herkunft und fehlende familiäre Vorbilder beeinflussen auch heute noch den Studienerfolg und den weiteren Weg in die juristische Berufswelt.

Genau hier setzen wir an, indem wir die Hürden sichtbar machen. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem Erfahrungen geteilt, Wissen weitergegeben und Kontakte geknüpft werden. Zusätzlich möchten wir Studierende mit Menschen aus der juristischen Praxis vernetzen, Vorbilder sichtbar machen und den Zugang zu Informationen erleichtern. Wir glauben daran, dass alle dieselben Chancen verdienen.

Mijus organisiert unter anderem Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Networking-Möglichkeiten. Dabei geht es sowohl um fachlichen und beruflichen Austausch als auch um persönliche Begegnungen. Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Vielfalt nicht nur im Hörsaal vorkommt, sondern auch in Kanzleien, Gerichten, Unternehmen, Behörden und anderen juristischen Berufen.

Viele Wege.
Ein Wir.

Ob als Mitglied, als Hochschule, Kanzlei oder Organisation: Es gibt mehr als einen Weg, Teil davon zu werden.

Wofür wir stehen.

Vier Haltungen, die in unserer Satzung stehen und im Alltag zählen sollen. Sie sind kein Leitbild fürs Regal, sondern der Maßstab, an dem sich unsere Arbeit messen lassen muss.

01

Chancengleichheit

Herkunft soll im Jurastudium keine Grenze setzen. Wissen, Kontakte und Orientierung sollen allen offenstehen, nicht nur denen, die sie ohnehin mitbringen.

02

Teilhabe

Migrantische Jura-Studierende gehören in Wissenschaft, Praxis und Debatte. Sichtbar, mit eigener Stimme und eigenen Themen, nicht als Fußnote.

03

Unabhängigkeit

Wir ordnen uns weder parteipolitisch noch religiös zu, arbeiten intersektional und stehen auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Zusammenarbeit ja, Vereinnahmung nein.

04

Respekt

Diskriminierung jeder Art widerspricht unserem Charakter und wird nicht toleriert. Verschiedenheit ist bei uns kein Problem, das gelöst werden muss. Sie ist der Grund, warum wir zusammenkommen.

Was wir tun.
Und was nicht.

Unsere Satzung nennt vier Zwecke, für die wir als gemeinnütziger Verein arbeiten. Übersetzt in Vorhaben sehen sie so aus. Mehr zu unseren Angeboten steht auf der Startseite.

Bildung & Studentenhilfe

Damit das Studium nicht am Wissen über das Studium scheitert.

Mentoring- und Buddy-Programme, gemeinsame Lernformate, Materialien wie Prüfungsschemata und Karteikarten, Workshops zu Hausarbeit und Klausur, Orientierung zu Stipendien, Praktika und Auslandsaufenthalten. Auch für Schülerinnen, Schüler und Eltern, die überlegen, ob Jura passt.

Wissenschaft & Forschung

Fragen stellen, die sonst niemand stellt.

Vorträge, Fachgespräche und Gastvorträge, Beiträge zu strukturellen Hürden im rechtswissenschaftlichen Studium, Kooperationen mit Hochschulen und Institutionen. Wir wollen mitreden, nicht nur mitgemeint sein.

Völkerverständigung

Unterschiede kennen, statt sie zu übergehen.

Begegnung und Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Herkunft, Wissen über Geschichte, Kultur und Sprache. Respekt vor dem, was uns unterscheidet, als Beitrag zu Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern. So steht es in unserer Satzung, so meinen wir es.

Hilfe für rassistisch und politisch Verfolgte

Vermitteln, nicht selbst beraten.

Wir bringen Betroffene mit bestehenden Rechtsberatungsangeboten zusammen, etwa Law Clinics, und unterstützen diese Angebote. Eine eigene Rechtsberatung bieten wir nicht an. Auch unsere Hilfen für Studierende bleiben allgemein und lösen keinen Einzelfall.

Häufige Fragen zu MIJUS.

Wofür steht MIJUS?

MIJUS steht für Migrantische Jura-Studierende. Es ist die Kurzbezeichnung des Verbands der Migrantischen Jura-Studierenden, eines gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Hamburg, gegründet am 24. April 2026 von acht Studierenden der Rechtswissenschaft.

Was macht MIJUS?

MIJUS vernetzt migrantische Jura-Studierende in ganz Deutschland: mit Mentoring- und Buddy-Programmen, Lernangeboten, Gastvorträgen und Begegnungen. Der Verband setzt sich für Chancengleichheit und Teilhabe im Jurastudium und in der Rechtswelt ein und arbeitet parteipolitisch und religiös unabhängig.

Wer kann Mitglied werden?

Ordentliches Mitglied kann werden, wer volljährig ist und zumindest einen Teil der akademischen Ausbildung in den Rechtswissenschaften absolviert oder absolviert hat, an jeder Hochschule in Deutschland. Personen und Organisationen, die den Verein ideell oder materiell unterstützen möchten, werden Fördermitglied. Der Antrag dauert wenige Minuten.

Wie ist MIJUS organisiert?

MIJUS ist ein eingetragener Verein, geführt von einem ehrenamtlichen, siebenköpfigen Vorstand. Seit dem 7. Oktober 2026 steht er unter VR 26436 im Vereinsregister beim Amtsgericht Hamburg und führt den Namen Verband der Migrantischen Jura-Studierenden e.V. Nach seiner Satzung verfolgt er ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sitz ist Hamburg, das Tätigkeitsgebiet ganz Deutschland.

Ist MIJUS dasselbe wie „MiJuS“?

Nein. MIJUS, der Verband der Migrantischen Jura-Studierenden e.V., ist ein eigenständiger Verein aus Hamburg. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Kinder- und Jugendrat „MiJuS“ des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. Beide Organisationen haben nichts miteinander zu tun.